Was uns qualifiziert
Wenn Sie sich auf unserer Homepage umgeschaut haben, fragen Sie sich vielleicht, ob unsere Arbeit überhaupt wissenschaftlich fundiert ist und ob unsere Mitarbeiter durch z.B. Ausbildung oder Studium qualifiziert genug sind, um tätig sein zu können. Dazu sei gleich gesagt, dass dies auch gar nicht der Ansatz für unsere Projekte ist.
Ein Thema muss nicht zwingend nur von einer Seite betrachtet werden, sondern lässt durchaus auch andere Ansichtsweisen zu. Wir agieren hauptsächlich aus dem Blickwinkel der Betroffenen, zusätzlich auch aus der Sicht der „Außenstehenden“ und unsere aus 8 Jahren Vereinsarbeit entstandenen Erfahrungen zeigen, dass sich diese beiden Perspektiven sehr positiv ergänzen. Aufgrund der Tatsache des eigenen Erlebens von sexuellem Missbrauch sind wir in der Lage Handlungsbedarf zu erkennen und Impulse zu geben, wie es kein examiniertes Fachpersonal je könnte.
Ein Wissenschaftler kann sicherlich die Strukturen einer Institution analysieren, die sich missbrauchs- fördernd auswirken, das kann beispielsweise aber eben auch jemand, der Missbrauch in der gleichen Institution selbst erlebt hat. Tatsächlich können beide Personen eine Schnittmenge aufweisen, aber auch unterschiedliche jeweils fehlende Faktoren benennen. Das bedeutet, dass sich beides zu einem Gesamtbild fügen würde.
Und genau hier begründet sich unsere Intention – wir sehen unsere Projekte als Ergänzung bzw. intensive Erweiterung der bereits bestehenden Angebote.
Zusätzlich bilden sich auch unsere Mitarbeiter weiter, indem sie u.a. Informationsveranstaltungen anderer Opferschutzvereine besuchen, sodass sich die grundlegenden Inhalte wie z.B. Strategien der Täter, Merkmale zur Erkennung eines evtl. betroffenen Kindes, Handlungsschritte bei einem Verdachtsfall, Möglichkeiten zur Prävention absolut decken.
Wir wissen natürlich, dass es Grenzen unserer Handlungsmöglichkeiten gibt, daher vermitteln wir im Bedarfsfall an entsprechende Beratungsstellen direkt vor Ort weiter.
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