Deutschland
Kindern in Deutschland bis jetzt :
Prävention - Gibt es eine Vorbeugung gegen Kinderpornografie?
Kinderpornografie ist zuerst einmal eine Form des sexuellen Missbrauchs und grundsätzlich hilft die Art der Prävention, wie wir sie auch gegen den sexuellen Missbrauch kennen. Die Basis ist eine Grundhaltung, mit der Erwachsene allen Kindern begegnen sollten:
Respekt und Achtung ihrer Persönlichkeit, Fairness, Ernstnehmen der jeweiligen kindlichen Eigenheit, des Eigen-Willens und der Selbstbestimmtheit. Das alles heißt, Kinder als vollwertige Menschen zu akzeptieren und die eigene Übermacht als Erwachsene nicht zu benutzen, um sich Kinder unterzuordnen.
Selbstbewusste, starke Mädchen und Jungen mit guten, vertrauensvollen Beziehungen zu unterstützenden Erwachsenen, haben eine bessere Chance, einem sexuellen Übergriff zu entgehen.
Hier noch einige Tipps für den Alltag:
In Bezug auf das Internet stellt sich für viele Eltern die Frage, wie sie verhindern können, dass ihre Kinder mit pornografischen Produkten in Kontakt kommen. Hier kann eine Kindersicherung, d. h. eine sogenannte Jugendschutz-Software, die Kindern den Zugang verwehrt, helfen, wenn auch erfahrungsgemäß dadurch die Neugier der Kinder angeregt werden kann. Auf alle Fälle ist es sinnvoll, dass Eltern ihre Medienkompetenz erhöhen.
Änderung des Telekommunikatonsgesetz 2009 - Warndreieck
Wenn Sie selbst die Bereitschaft haben, sich an dem, was Ihre Kinder interessiert, zu beteiligen, können Sie ihre Kinder begleiten und eine kritische Auseinandersetzung mit den Medieninhalten anregen.
Präventionsprogramme für pädophile Männer - Kein Täter werden!
Für Männer, die befürchten, zukünftig Kinderpornographie zu nutzen oder die einen solchen Nutzen einstellen wollen, bietet das Institut für Sexualmedizin an der Charité in Berlin kostenlose Beratung und Therapie an.
Seit 2005 stehen außerdem im Rahmen des Forschungsprojekts "Prävention von sexuellen Missbrauch im Dunkelfeld" Therapieplätze für Männer zur Verfügung, die auf Kinder gerichtete sexuelle Phantasien haben, aber keine Übergriffe begehen wollen.
Für Interessenten aus Norddeutschland besteht seit März 2009 auch ein gleicharitges Beratungsangebot am Universitätsklinikum in Kiel.
Informationen zu diesen drei Präventionsprogrammen gibt es unter www.kein-taeter-werden.de.
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